Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft Kryoturbat veränderter Podsol Maulwurf im Acker Frühjahrshochwasser in Acker

Porträt

Die Arbeitsgruppe „Waldböden“ wurde vor rund 25 Jahren im Zusammenhang mit der Waldsterbens-/Waldschadens-problematik gegründet. Wesentliche Themen waren in diesem Kontext Bodenversauerung durch Luftverunreinigungen, Mobilisierung von Aluminium und toxischen Schwermetallen in der Pedosphäre sowie potentielle Gegenmaßnahmen gegen immissionsbedingte Bodenversauerung. Aus diesen Fragestellungen ergab sich die Zuordnung der AG „Waldböden“ zur Kommission II (Bodenchemie) und eine langjährige intensive Zusammenarbeit mit der Sektion „Wald und Wasser“ des Deutschen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA). Hauptaktivität der „AG Waldböden“  in der Vergangenheit war die Durchführung wissenschaftlicher Kolloquien zusammen mit der Sektion Wald und Wasser des DVFFA, die im 2-Jahrestakt in Freiburg abgehalten wurden. Diese Kolloquien haben sich den Ergebnissen einer im Jahr 2010 unter den Mitgliedern der AG durchgeführten Befragung zufolge bewährt und sollen auch in Zukunft fortgeführt werden. Daneben wird jedoch angestrebt, die Präsenz der AG innerhalb der DBG zu verstärken; dies soll insbesondere durch Durchführungen von Symposien auf den DBG-Jahrestagungen geschehen.

Als besonders aktuelle Themen wurden in der Umfrage u.a. die Auswirkungen des Klimawandels auf Waldböden (Wasser und Stoffhaushalt) sowie die Frage der C-Sequestrierung in Waldböden bzw. der Rolle von Waldböden als C-Quelle oder Senke (u.a. auch in Abhängigkeit von der Bewirtschaftung) genannt. Fragen wie Bodenverdichtung, Auswirkungen der Einbringung von Gastbaumarten oder intensivierter Holznutzung wurden ebenfalls als relevant angesehen.