Aktuelles

Überarbeitung der Bodenkundlichen Kartieranleitung

Auf Beschluss des Direktorenkreises der staatlichen geologischen Dienste wird die Bodenkundliche Kartieranleitung in den nächsten Jahren überarbeitet. Separate Arbeitsgruppen bearbeiten folgende vier Themenbereiche:

A: Grundlagen

B: Gelände

C: Auswertung

D: Systematik

Die Schlüssellisten sollen moderat um Einträge erweitert werden, die bereits jetzt in einigen Bundesländern Anwendung finden. Einige als veraltet anzusehende Parameter werden wegfallen und neue Parameter, bspw. zur Erfassung des Zustands der Bodenoberfläche, hinzukommen. Es findet ein Abgleich der Schlüssel zu Gesteinsangaben und Genese mit denen der Geologie / des Symbolschlüssels Geologie statt. Außerdem werden die aktuellen Arbeiten der AG Bodensystematik der DBG zur Boden- und Substratsystematik einfließen. Die für den Bodenschutz entwickelte Kurz-Kartieranleitung wird integriert. Die Dokumentation der für einzelne Fragestellungen aufzunehmenden Parameter erfolgt themenbezogen.

Nicht zuletzt dient Novellierung der Kartieranleitung einer weiteren Ertüchtigung für das informationstechnische Zeitalter. Die Vorstellungen beinhalten eine eigene Datenstruktur und im Internet für den Datenverkehr erreichbare Schlüssellisten, u.a. zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen der EU-Richtlinie „Infrastructure for Spatial Information in Europe“ (INSPIRE).

Bei allen geplanten Vorhaben ist eine weitgehende Kompatibilität mit früheren Auflagen der Kartieranleitung unter Nutzung der aktuellen technischen Möglichkeiten ein wesentliches Prinzip.

Wenn Sie zu den angeführten Änderungen und darüber hinaus

  • Vorschläge für einzelne Kapitel oder Schlüssellisteneinträge haben,

  • Definitionen oder Textpassagen für unverständlich, nicht praktikabel oder unvollständig halten oder

  • weitere Hinweise geben wollen

schreiben Sie bitte – so konkret wie möglich – bis zum 15.09.2017 an fisbo@bgr.de mit dem Betreff „Kartieranleitung“.

Koordinierungsgruppe KA-Fortschreibung der Arbeitsgruppe Boden

 

Aktivitäten 2017 (in zeitlicher Reihung)

Workshop "Periglaziäre Lagen – Ansprache und Gliederung in der feldbodenkundlichen Praxis und ihre Bedeutung für die Bodenbildung"

in Ludwigsburg, Tübingen und Umgebung (17.-18.05.2017)

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) lädt zu einem 1,5-tägigen Geländeworkshop in die Südwestdeutsche Schichtstufenlandschaft ein.

Die Ansprache des Ausgangsgesteins der Böden ist zentral für die Ausweisung der Bodenform und damit für die Erfassung der Böden in der Landschaft sowie für die Beurteilung ihrer Eigenschaften. Spätestens zu Beginn der 1970er Jahre setzte sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Böden in Mittelgebirgsbereichen nur untergeordnet aus den in den geologischen Karten verzeichneten Gesteinen entstanden sind, sondern dass sie sich maßgeblich in geringmächtigen periglaziären Lockergesteinsdecken formten, die als eigenständige geologische Körper dem Relief folgend im oberflächennahen Untergrund auftreten. Neben Solifluktion war an ihrer Bildung auch zeitweiliger äolischer Eintrag beteiligt und führte zur Entstehung verschiedener, sich stofflich und auch zeitlich unterscheidender periglaziärer Lagen. Weiterführende Untersuchungen zeigten später, dass die Lagengliederung der Mittelgebirgsregionen prinzipiell auch auf andere Landschaften, wie z. B. die Glazialgebiete des Alpenvorlands anwendbar ist.

Mit der 4. Auflage der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA 4) von 1992 sollten diese Befunde Eingang in die feldbodenkundliche Praxis finden. Allerdings ist bis heute für viele Bodenkundler die Ansprache der periglaziären Lagen als Ausgangsgesteine für die Böden mit Unsicherheiten behaftet, da die feldbodenkundliche Ausbildung in der universitären Lehre keinen größeren Stellenwert besitzt und insbesondere die Lagengliederung des oberflächennahen Untergrunds meist nur theoretisch-schematisch vermittelt wird.

Ziel des Workshops ist es, vor dem Hintergrund der seit drei Jahrzehnten durchgeführten feldbodenkundlichen Kartierung von Baden-Württemberg, die Ansprache und Gliederung von periglaziären Lagen als Ausgangssgesteine für die Böden in ausgewählten Ausschnitten der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft zu demonstrieren und ihren Einfluss auf die Pedogenese zu diskutieren. Der geplante Workshop richtet sich an Teilnehmer, die in ihrer beruflichen und universitären Praxis mit den umrissenen feldbodenkundlichen Fragestellungen konfrontiert werden.

Max. Teilnehmerzahl: 25-30

Hier finden Sie: Weitere Informationen und das Anmeldeformular. Anmeldungen bitte bis zum 07. April 2017!

 

36. Jahrestagung der AG Paläopedologie

in Brühl, Rheinland (25.-27. Mai 2017)

Informationen und vorläufiges Programm 

 

 

Geländeworkshop der AG Paläopedologie "Merkmale von Boden und Saprolit der Mesozoisch-Tertiären Verwitterungsdecke"

in Limburg (06.-08. Juli 2017)

Informationen

 

Workshop "Praktische Einführung in die Substratsystematik"

Veranstaltung in Göttingen (08.09.2017, im Anschluss an die Jahrestagung)

Details folgen

 

Tagung "Moore und Böden in Flusslandschaften"

im Nationalpark Unteres Odertal, Schwedt/Criewen (21.-23.09.2017)

Details folgen

 

 Die Sitzung der Kommission V (mit Wahlen) wird in diesem Jahr auf der Jahrestagung der DBG in Göttingen stattfinden.

 

Besuchen Sie die Seiten der der Kommission V zugeordneten DBG-Arbeitsgruppen bezüglich spezifischer Veranstaltungen