Aktuelles

 

Aktivitäten 2017 (in zeitlicher Reihung)

Workshop "Periglaziäre Lagen – Ansprache und Gliederung in der feldbodenkundlichen Praxis und ihre Bedeutung für die Bodenbildung"

in Ludwigsburg, Tübingen und Umgebung (17.-18.05.2017)

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) lädt zu einem 1,5-tägigen Geländeworkshop in die Südwestdeutsche Schichtstufenlandschaft ein.

Die Ansprache des Ausgangsgesteins der Böden ist zentral für die Ausweisung der Bodenform und damit für die Erfassung der Böden in der Landschaft sowie für die Beurteilung ihrer Eigenschaften. Spätestens zu Beginn der 1970er Jahre setzte sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Böden in Mittelgebirgsbereichen nur untergeordnet aus den in den geologischen Karten verzeichneten Gesteinen entstanden sind, sondern dass sie sich maßgeblich in geringmächtigen periglaziären Lockergesteinsdecken formten, die als eigenständige geologische Körper dem Relief folgend im oberflächennahen Untergrund auftreten. Neben Solifluktion war an ihrer Bildung auch zeitweiliger äolischer Eintrag beteiligt und führte zur Entstehung verschiedener, sich stofflich und auch zeitlich unterscheidender periglaziärer Lagen. Weiterführende Untersuchungen zeigten später, dass die Lagengliederung der Mittelgebirgsregionen prinzipiell auch auf andere Landschaften, wie z. B. die Glazialgebiete des Alpenvorlands anwendbar ist.

Mit der 4. Auflage der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA 4) von 1992 sollten diese Befunde Eingang in die feldbodenkundliche Praxis finden. Allerdings ist bis heute für viele Bodenkundler die Ansprache der periglaziären Lagen als Ausgangsgesteine für die Böden mit Unsicherheiten behaftet, da die feldbodenkundliche Ausbildung in der universitären Lehre keinen größeren Stellenwert besitzt und insbesondere die Lagengliederung des oberflächennahen Untergrunds meist nur theoretisch-schematisch vermittelt wird.

Ziel des Workshops ist es, vor dem Hintergrund der seit drei Jahrzehnten durchgeführten feldbodenkundlichen Kartierung von Baden-Württemberg, die Ansprache und Gliederung von periglaziären Lagen als Ausgangssgesteine für die Böden in ausgewählten Ausschnitten der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft zu demonstrieren und ihren Einfluss auf die Pedogenese zu diskutieren. Der geplante Workshop richtet sich an Teilnehmer, die in ihrer beruflichen und universitären Praxis mit den umrissenen feldbodenkundlichen Fragestellungen konfrontiert werden.

Max. Teilnehmerzahl: 25-30

Hier finden Sie: Weitere Informationen und den Exkursionsführer.

 

36. Jahrestagung der AG Paläopedologie

in Brühl, Rheinland (25.-27. Mai 2017)

Informationen und vorläufiges Programm 

 

 

Geländeworkshop der AG Paläopedologie "Merkmale von Boden und Saprolit der Mesozoisch-Tertiären Verwitterungsdecke"

in Limburg (06.-08. Juli 2017)

Informationen

 

Workshop "Praktische Einführung in die Substratsystematik"

Veranstaltung in Göttingen (08.09.2017, im Anschluss an die Jahrestagung)

 

Tagung "Moore und Böden in Flusslandschaften"

im Nationalpark Unteres Odertal, Schwedt/Criewen

Diese Veranstaltung wird in das Jahr 2018 verschoben. Details folgen.

 

 Die Sitzung der Kommission V (mit Wahlen) hat in diesem Jahr auf der Jahrestagung der DBG in Göttingen stattgefunden.

 

Besuchen Sie die Seiten der der Kommission V zugeordneten DBG-Arbeitsgruppen bezüglich spezifischer Veranstaltungen