Aktivitäten

Aktivitäten der Kommission VI

Die Kommission VI bietet neben eigenen Aktivitäten insbesondere gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Kommissionen und AGs der DBG an: Kommission V sowie den AGs AG Bodensystematik und AG Urbane Böden.

Weitere Aktivitäten sind z.B. dem BVB Kalender zu entnehmen. Bitte beachten Sie auch Ankündigungen auf den DBG-Seiten. Folgen Sie uns auch auf Twitter:  

@DBGKommVI (SoilSoul2)

 

(c) Foto: W. Baumgarten

 

Abstract Booklet

Flyer

 

 

 

Bericht

ACKERN in Zeiten des Klimawandels

Am 4. April fand der ganztägige DBG-Workshop ACKERN in Zeiten des Klimawandels an der Interdisziplinären Fakultät (INF), Institut Leben, Licht & Materie (LL&M) der Universität Rostock statt. Der Workshop wurde durch die DBG-Kommission VI-Vorsitzende Wibke Baumgarten, unterstützt durch den Lehrstuhl Bodenkunde der Universität Rostock, namentlich Prof. Dr. Leinweber und MitarbeiterInnen, organisiert und durchgeführt.

Die Veranstaltung besuchten 23 TeilnehmerInnen aus Bereichen der Wissenschaft (Uni Rostock, BTU Cottbus-Senftenberg, ZALF, ATB, Uni Göttingen, TI), der Praxis und freien Wirtschaft (Agroforstkampagne, Macke Consult, Soil&More, Region Aktiv SH), der Politik (B90/Die Grünen MV) und von öffentlichen Behörden (LUNG, LfA). Wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Vorträge lieferten Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung und der Praxis. 

In der „Ideenwerkstatt“ des Workshops wurden einerseits alle im Workshop vorgestellten Inhalte nochmals zusammengefasst und andererseits weiter diskutiert. In der Gruppe Naturschutz ergab sich, dass generell eine Förderung der Vielfältigkeit in der Agrarlandschaft anzustreben ist; ferner sollte auf den Mehrwert von Hecken/Pflanzstreifen in der Agrarlandschaft hingewiesen werden. Aus sozioökonomischer Sicht steht sicher die Wirtschaftlichkeit von KUP im Vordergrund, jedoch ist dabei zu beachten, auf welches System diese bezogen wird: bei aktuell nach wie vor niedrigen Ölpreisen, werden Gewinne in der KUP weiterhin gering bleiben; langfristig jedoch ist es das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu steigern, um den politischen Forderungen nachkommen zu können.  In allen drei Teilbereichen wird der Dialog (intra-, interdisziplinär und gesellschaftlich) im Vordergrund stehen: Um den Herausforderungen des Klimawandels in Zukunft begegnen zu können, gilt es gemeinsam diese anzugehen und Informationsaustausch zu forcieren, um z.B. bürokratische Hürden zu minimieren und schneller zu Lösungsansätzen zu gelangen – auf regionaler, kommunaler, nationaler oder europäisch-internationaler Ebene.

Der Workshop zeichnete sich durch eine sehr positive und konstruktive Atmosphäre sowie eine überaus aktive Mitgestaltung der Teilnehmer aus. Die erarbeiteten Ergebnisse werden als „key message“ in das THG-Minderungssymposium der DBG Kommission VI in Bern, am 26. August 2019 einfließen und dort weiter diskutiert werden. „Bodenschutz ist Klimaschutz“.

(5.4.2019, W. Baumgarten)



Neben dem Global Soil Partnership, ist auch das Global Bioenergy Partnership (GBEP) im Bereich nachhaltiges Bodenmanagement und Bodenschutz, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene tätig. Nachhaltige Biomasseproduktion für Bioenergie auf zunehmend degradierten Böden stellt einen wichtigen Teilaspekt dar, ebenso die Sicherstellung der Grundversorgung (s. hierzu auch SDGs der FAO). Weitere Informationen zu GBEP, zu Partnern und Aktivitäten sind der GBEP-Website zu entnehmen. Wibke Baumgarten (V Komm. VI) ist durch ihre Tätigkeit bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in die Gremienarbeit involviert.

 

Abgeschlossene Veranstaltungen

(c) Foto: Berghof (2018)

Das erste Fachseminar zu den Grundlagen des umwelttechnischen Bodenmanagements und zur Bodenkundlichen Baubegleitung (BBB) fand vom 7.-8. November 2018 in Tübingen statt. Veranstalter war die Berghof Analytik und Umweltengineering GmbH. Teilgenommen haben 16 Interessenten aus den Bereichen Verwaltung, Planung und von Ingenieurbüros. Der Anteil an Berufsanfängern war dabei recht groß. Die Kursteilnehmer trafen auf ein Angebot von 9 Referenten. Alle fünf Autoren des 2017 bei Springer erschienen Buchs „Bodenmanagement in der Praxis“ waren als Vortragende vertreten. Diese und die weiteren vier Referenten deckten das gesamte Spektrum der für den Bodenschutz relevanten Themen ab. Das Seminar war vielfach von einer beeindruckenden Tiefe der Einblicke geprägt und zugleich von einer großen Nähe zur Praxis. Bei dem Block „Einführung in die Bodenkunde“ wurde das nahezu unmögliche geschafft und in wenigen Stunden waren die Grundlagen für ein Bodenverständnis vermittelt, wie es Voraussetzung für einen erfolgreichen Bodenschutz ist. Dabei wurde auch nicht auf die Feldansprache von zwei Bodenprofilen in der Umgebung des landschaftlich sehr schön gelegenen Tagungsorts verzichtet. Bei der vom Geist fachlicher Begeisterung und eines kollegialen Miteinanders getragene Veranstaltung wurde jedes der angekündigten Themen (Rechtliche Hintergründe, Bodenkunde, Bodenkundliche Baubegleitung in der Planung, Umsetzung und Behördensicht und das Abfallrecht) fachkompetent dargestellt.

Dennoch verlief diese erste Veranstaltung auch nicht ohne Kinderkrankheiten. Das konstruktive Feedback der Teilnehmer im Anschluss zeigte auf, dass zu Gunsten des Zeitplans rege Diskussionen teilweise beendet werden mussten und dass einige Vorträge zu tief ins fachliche Detail gingen. Kommende Veranstaltungen in 2019 werden die Gelegenheit bieten, sich der Perfektion zu nähern.

Kaum zu überbieten war das Abendprogramm mit gemütlichem Abendessen in einem Hotel in der Tübinger Altstadt und Stadtführung durch den Veranstalter. Der konnte danke seiner Tübinger Studienzeit einiges beisteuern, was nicht in den Chroniken zu finden ist.

Der Veranstaltung, die bisher in Süddeutschland Alleinstellungscharakter hat, ist eine erfolgreiche Fortführung zu wünschen. Für den kommenden Termin hat sich auch bereits Unterstützung aus der Schweiz, dem Ursprungsland der Bodenkundlichen Baubegleitung, angekündigt.

Andreas Lehmann, Januar 2019


 


7.-8.11.2018 | Tübingen - Fachseminar Grundlagen umwelttechnisches Bodenmanagement & Bodenkundliche Baubegleitung (BBB)

Von behördlicher Seite werden sowohl für Klein- als auch für Großbaustellen immer häufiger Bodenschutz- bzw. Bodenverwertungskonzepte und damit eine Bodenkundliche Baubegleitung gefordert. Grundlagen hierfür sind u.a. das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), das Bundes-Naturschutzgesetz und das Baugesetzbuch (BauGB).
Obwohl die Ressource Boden gemäß dieser rechtlichen Vorgaben bei jeder Baumaßnahme sorgfältig zu behandeln ist, zeigt sich in der Praxis oft ein anderes Bild: Bodenschutz rückt oft in den Hintergrund und kann im Verlauf einer Baumaßnahme zu unerwarteten Problemen im zeitlichen Ablauf führen. Dies hat auch finanzielle Auswirkungen. Das Thema Bodenschutz sollte demnach bereits in der Planung und in der Ausschreibung eines Bauvorhabens thematisiert, und nicht erst während der Baumaßnahmen in den Fokus der Akteure rücken. Durch einen fachkundigen Bodenkundlichen
Baubegleiter kann im Vorhinein ein baubegleitender Plan ausgearbeitet und die Baumaßnahme anschließend im Verlauf betreut werden. Auch technische und abfallrechtliche Aspekte sind in diesem Zuge zu betrachten.

Weitere Infos finden Sie hier

Juni 2017 - SEEMLA auf der Europäischen Biomasse Konferenz und Ausstellung (EUBCE) in Stockholm

Das H2020-Projekt SEEMLA  war anlässlich der 25. Europäischen Biomasse Konferenz und Messe (EUBCE) vom 12.-15.6.17 in Stockholm, Schweden durch die FNR vertreten. Die alljährlich stattfindende Messe richtet sich an Wissenschaftler und Praktiker aus dem Bereich der Bioenergie und angrenzende Fachbereiche, und wurde 2017 von mehr als 900 Teilnehmern aus ca. 80 Ländern besucht. Die EUBCE 2018 wird in Kopenhagen stattfinden; weitere Informationen sind auf EUBCE.com  verfügbar. 

Folgen Sie SEEMLA auch auf Researchgate und LinkedIn.

April 2017 - EGU Wien, 1. Internationales Symposium in SEEMLA  erfolgreich beendet!

Rund 50 internationale Gäste besuchten die Session SSS2.10 "Soils of Marginal Lands"; Dr. Calliope Panoutsou (Imperial College London) und Dr. Saori Miyake (IWAR, Universität Darmstadt) waren als Keynote Speaker geladen. Weitere Vortragende kamen aus Italien, Griechenland, Ukraine und Kanada. - Im Rahmen der Veranstaltung zeigte sich, dass die Bedeutung der Nutzung degradierter Landschaften stetig zunimmt; in dem Projekt SEEMLA werden solche marginalen Standorte vorwiegend zur Produktion von Energiepflanzen genutzt (Fallstudien in DE; GR; UA). Hierdurch wird nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Schließung zukünftiger Energiebedarfslücken geleistet, sondern auch zur Minderung von THG. 

März 2017 - 2. Nationaler Workshop

im H2020 geförderten Projekt SEEMLA

                 "Sustainable Exploitation of Biomass for Bioenergy from                  Marginal Lands (MagL) in Europe"

Programm und weitere Infos

3. und 4. November 2016

Workshop Landschaftspark Duisburg-Nord 

Beschreibung Technogener Böden in einem ehemaligen Hüttenwerk

DER WORKSHOP WURDE ERFOLGREICH BEENDET

 BERICHT und BOOKLET

 Nähere Infos: Workshop Flyer oder hier